Umbau und Anbau Stadtvilla bei Bern, BE

Direktauftrag, 2010 – 2012

Ausgeführt

Das 1939 an einer bevorzugten Lage in der Nähe der Stadt Bern erstellte Haus, wurde vom Sohn des Architekten Hermann Rüfenacht unter der Auflage verkauft, es in seiner Idee und Konzeption zu erhalten. Gleichzeitig bestand der Wunsch der Bauherrschaft die Wohnfläche zu vergrössern sowie die zellenartige Struktur der Räume aufzubrechen ohne die vorhandene Raumqualität zu verlieren. Durch gezielte Öffnungen im Erdgeschoss wurden die Zimmer zu einem ruhigen Raumfluss miteinander verbunden. Im Obergeschoss hingegen, wurde die Zellenstruktur beibehalten. Das bestehende Haus wurde im Gartengeschoss zudem durch einen Anbau von einem Büroraum erweitert. Diese Erweiterung in gestocktem Beton, legt sich wie ein Gurt um den Bestand und verstärkt das Thema des Sockelgeschosses auf dem im Erdgeschoss die Erweiterung als Terrasse dient. Der einfache Baukörper wurde als innengedämmter Sichtbetonbau konzipiert. Die Foamglas-Dämmung wurde mit einer verputzten Gipskartonkonstruktion, und einer Altholzwand verkleidet. Die als erhaltenswert eingestuften, markanten Bullaugen wurden spielerisch im Raum integriert. Der Anbau wurde in Ammocret Kalksteinbeton mit Weisszement ausgeführt. Damit der Bestand thematisch weitergeführt werden kann, wurden die prägnanten Elemente analysiert und weiterentwickelt. Die gestockte Oberfläche des Betons, lehnt sich sehr stark an den groben Kellenwurfputz der bestehenden Fassade an. Die im Bestand sehr präsenten Fensterleibungen in Gneis werden ebenfalls neu thematisiert.

Bauherrschaft: Privat (Direktauftrag)
Architektur: OST Architekten, ZH
Bauleitung: Anderegg Partner AG, Bellach, SO
Bauingenieur: Statolioth AG, SO
Bauphysik: Grolimund Partner AG, BE
Elektroplanung: Hefti, Hess, Martignoni AG, SO
Fotos: OST Architekten, ZH
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