Ersatzneubau Stöckli Baar, ZG

Direktauftrag, 2014 – 2017

Ausgeführt

Hoch über dem Zugersee liegt das Gut Talacher. Zusammen mit dem Stöckli und den drei Oekonomiebauten, bildet das Betriebsleiterhaus eine kleine Hofgruppe. Das ehemalige Sennenhaus von 1822, welches 1880 zu einem Wohnhaus umgebaut wurde, war die letzten 20 Jahre unbewohnt und wies strukturelle Mängel auf, was einen Ersatzneubau aufdrängte. Der Neubau wurde als Holzelementbau auf einem Betonsockel ausgeführt. Die beiden Hauptgeschosse sind in ihrer räumlichen Struktur / ihrem Grundriss identisch. Im Erdgeschoss öffnet sich eine stützenfreie Laube auf die Landschaft gegen Süden, die in einem grosszügigen Sitzplatz endet, während der Balkon im Obergeschoss an der Konstruktion des Giebeldachs aufgehängt wurde. Die vorvergraute, vertikale Schalung wird einerseits durch die regelmässig platzierten, hochformatigen Fenster ruhig gehalten und andererseits durch die gegen oben nach aussen springende Fassade rhythmisiert. Es entstehen Bänder, die über die Jahre mit der Verwitterung noch akzentuiert werden. Die Grundrisse der identischen Stockwerke sind einfach gehalten, die Wohnräume und die Küche orientieren sich nach Süden und Westen, derweil die Schlafzimmer und das Bad nach Norden ausgerichtet sind. Eine Aussentreppe erschliesst die obere Wohnung. Durch die abgehängten Decken in Küche und Wohnen entstehen Giebel im Innenraum und betont deren verschiedene Ausrichtungen.

Bauherrschaft: Privat (Direktauftrag)
Architektur und Bauleitung: OST Architekten, ZH
Bauingenieur: Dr. Lüchinger & Meyer Bauingenieure AG, LU
Baumeisterarbeiten: GLB, ZG
Holzbau: Hürlimann Holzbau, ZG
Elektroinstallationen: Elektro Küng AG, ZG
Sanitärinstallationen: Elsener AG, ZG
Küche: Rogenmoser Küchenbau, ZG
Fotos: Nadine Andrey, BE 
ost architekten, ZH
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